Multiple Sklerose

Ratgeber Multiple Sklerose

Multiple Sklerose diagnostizieren

Um eine bestehende Multiple Sklerose diagnostizieren zu können, muss der behandelnde Neurologe den Nachweis von räumlich und zeitlich verteilten Entzündungsherden im ZNS des Patienten erbringen. Neben der eingangs erfolgenden Erhebung der Krankheitsvorgeschichte (Anamnese), bei der der Patient zu möglichen in der Vergangenheit aufgetretenen neurologischen Defiziten befragt wird, stehen daher besonders bildgebende Verfahren im Mittelpunkt der diagnostischen Bemühungen. So ermöglichen etwa die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT) durch Schnittbilder die Identifikation von sklerosiertem Gewebe im ZNS.

Sichere Diagnose durch Lumbalpunktion

Obwohl den bildgebenden Verfahren bei der Diagnosestellung eine hohe Aussagekraft zukommt, sind sie in ihren Möglichkeiten insofern eingeschränkt, als bei einem ersten Krankheitsschub Tomogramme noch vollkommen unauffällig sein können. In diesem Fall sollte der behandelnde Arzt eine Lumbalpunktion vornehmen. Hierbei wird der Rückenmarkskanal durch zwei Lendenwirbel hindurch punktiert, sodass Nervenwasser (Liquor) entnommen werden kann. Laboruntersuchungen zeigen, ob in diesem die Liquorzellzahl erhöht ist und ob spezifische Eiweißkörper (IgG) vorkommen. Beides gilt als Hinweis auf eine vorliegende Entzündung des ZNS.

Weitere Untersuchungsverfahren

Neben den genannten Verfahren sollten auch klinisch-neurologische Untersuchungen durchgeführt werden, bei denen u. a. die Motorik, die Sehfunktion sowie die Reflexe des Patienten überprüft werden. Hierdurch lässt sich ggf. sagen, welche Areale des ZNS in Mitleidenschaft gezogen wurden und wie stark die vorliegenden Defizite im Einzelnen sind. Auch elektrophysiologische Untersuchungen, bei denen die Reaktionen des Patienten auf akustische und visuelle Signale überprüft werden, ermöglichen Aussagen darüber, wo Entmarkungsherde aufgetreten sind, sodass sie die Diagnose MS bekräftigen können. Als alleinige Untersuchungsmethode reichen sie jedoch nicht aus.

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Multiple Sklerose-News von Curado.de

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    Retroviren verursachen eine große Zahl verschiedenartiger Krankheiten. Dazu gehören Tumorerkrankungen und AIDS. Forscher aus Deutschland und der Schweiz wollen jetzt am Universitätsklinikum Düsseldorf herausfinden, ob diese Viren auch bei Multipler Sklerose (MS) eine entscheidende Rolle spielen.
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    Die Rolle der B-Lymphozyten für die Immunpathogenese der MS rückt zunehmend in den Fokus der klinischen Forschung. Nicht zuletzt die Therapieerfolge mit B-Zell-depletierenden Medikamenten zeigen, dass B-Zellen entscheidend zur Krankheitsprogression der MS beitragen.
  • Quiz zum Thema Multiple Sklerose
    Meta-Description: Multiple Sklerose – MS – ist eine Erkrankung, die in Verlauf und Ausprägung von Betroffenem zu Betroffenem sehr unterschiedlich sein kann. Deshalb wird sie auch die „Krankheit der 1.000 Gesichter“ genannt.